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SAC -Schweizer Alpen Club bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung
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Sturzgefahr mit Teleskop-Stöcken

Datum der Veröffentlichung: 10.04.2013 - Alpine Wanderung

Ich brauche regelmässig Stöcke, vor allem beim Abstieg. Dabei habe ich aber schon heikle Situationen erlebt.
Ich bin letzten Sommer auf einer Wanderung bei der Querung einer groben Blockhalde mit der Spitze meines Stockes zwischen zwei Steinplatten hängen geblieben und gestürzt. Da ich beide Stöcke mit den Händen in den Schlaufen gehalten habe, konnte ich den Stock nicht loslassen und mich mit der anderen Hand auch nicht abstützen. Dabei habe ich mir an der Schulter ein Band gezerrt und musste die Tour abbrechen. Nun fasse ich die Stöcke in solchem Gelände immer über die Schlaufen oder nehme sie in eine Hand oder verstaue sie.
Ab und zu löst sich auch die Verbindung zwischen den Gliedern und die Stöcke knicken ein. Je nach Situation kann das ebenfalls zu heiklen Stürzen führen. Deshalb kontrolliere ich nun regelmässig, ob die Glieder noch fest angezogen sind.

Beim Bergwandern sind Trekkingstöcke (oder Skistöcke) sehr beliebt und leisten vor allem beim Absteigen wertvolle Dienste. Sehr verbreitet sind Teleskopstöcke, da sich diese bei Nichtbedarf bequem im Rucksack verstauen lassen.
Doch Vorsicht! Es kommt alljährlich immer wieder zu Sturzunfällen, wenn beim Abstützen die Glieder eines Teleskopstockes einknicken.
Es ist deshalb sehr wichtig, dass die Glieder von Teleskopstöcken fest angezogen werden. Zudem sollten die Arretierungsteile regelmässig kontrolliert und bei Verschleiss ausgetauscht werden. Zudem gehören die Stöcke an anspruchsvollen Kraxelstellen mit Absturzgefahr nicht mehr in die Hände, sondern in den Rucksack.