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SAC -Schweizer Alpen Club bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung
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Schwierigkeitsbewertung beim Bergwandern

Datum der Veröffentlichung: 05.03.2013 - Alpine Wanderung

Ein Ehepaar war auf einem Hüttenweg unterwegs, der mit T4 bewertet war. Da dem Ehepaar diese Bewertung unbekannt war, unterschätzten sie die Anforderungen. Glücklicherweise kehrten sie rechtzeitig um.

Überforderung ist beim Bergwandern eine häufige Not- oder Unfallursache. Die Bergwanderskala ist daher bereits bei der Tourenplanung ein wichtiges Hilfsmittel.
Die alpintechnische Bewertung von Berg- und Alpinwanderungen beschränkte sich jahrzehntelang auf eine dreistufige Skala von B = Bergwanderer, EB = erfahrener Bergwanderer und BG = Berggänger. Mit diesem rudimentären Schema konnten die sehr unterschiedlichen Anforderungen von einer einfachen Wanderung bis hin zu sehr anspruchsvollen „Kraxeleien“ im weglosen Gelände nur unzureichend qualifiziert werden. Der Schweizer Alpen-Club SAC hat deshalb zusammen mit verschiedenen Partnerorganisationen eine sechsstufige Skala entwickelt, wie dies auch bei anderen Bergsportarten üblich ist. Diese neue T-Skala (T für Trekking) definiert die Anforderungen des ganzen „Wander-Bereichs“, wo man nach üblicher Lehrmeinung auf den Einsatz von zusätzlichen Sicherungsmitteln verzichten kann. Selbstverständlich handelt es sich bei Routen ab ca. T4 nicht um „Wanderungen“ im üblichen Wortsinn. Zusammen mit der Jahre zuvor eingeführten weiss-blau-weissen Markierung sprach man hier von „Alpinen Routen“. Diese unterliegen nun auch dem umfangreichen Regelwerk der Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über die Fuss- und Wanderwege und wurden in Alpinwanderwege umbenannt. Dies ist etwas erklärungsbedürftig: auch nach dieser Umbenennung sind eben solche Routen nicht Wander- oder Bergwege im üblichen Sinne, sondern anspruchsvolle Touren im alpinen Gelände, die von den Berggängern ein hohes Mass an Selbsteinschätzung und Eigenverantwortung erfordern.





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