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SAC -Schweizer Alpen Club bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung
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Besser loslassen als Schulter verletzen

Datum der Veröffentlichung: 08.07.2013 - Klettern indoor

Tope-Rope-Kletterei eines 72-jährigen Kletterers in einer zu schwierigen Route in der Halle: Die Füsse rutschen weg, die Hände lassen nicht los und die beiden Arme erhalten einen Schock und eine Drehung. Dadurch resultiert ein Anriss der Sehne im Schulter-Oberarmbereich. Hätte ich beim Ausrutschen sofort die Hände losgelassen, wäre nichts passiert bei dem kurzen Sturz ins Sicherungsseil.

Das ist möglicherweise ein Generationenproblem: Kletterer, welche heute so zirka 60+ Jahre alt sind, haben ihre Lehrjahre zu einer Zeit erlebt, als Stürzen outdoor jederzeit lebensgefährlich war. In der Halle – wie zum Teil auch in gut abgesicherten oder überhängenden Sportkletterrouten – ist dies heute anders. Einen Sturz ins Seil (sei dies Tope-Rope oder im Vorstieg mit einer aufmerksamen geübten Sicherungsperson) lässt man am besten ohne reflexartiges Festhalten zu. Dazu ist ein Sturztraining unter fachkundiger Leitung sinnvoll.