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Vorsicht mit dünnen Seilen

Datum der Veröffentlichung: 04.05.2015 - Berg-/Hochtour (Sommer)

Seilriss während der Bergführerausbildung im September 2014. Die Untersuchungsergebnisse durch die Firma Mammut liegen nun vor. Dabei wird festgestellt, dass es sich um ein «einwandfrei hergestelltes Seil» handelte mit dem Durchmesser 8,7mm. Die Ursache des Seilrisses wird im Wortlaut so beschrieben: «Die Beschädigungen vor der eigentlichen Bruchstelle am Seil zeigen, dass die Kante oder ein Felskristall in der Kante das Seil schon vor dem eigentlichen Riss leicht beschädigt hat und dann, als das Seil unter voller Belastung über die Kante lief, kam es zum Seilriss.» Anzumerken bleibt, dass es sich bei dem Seil um ein an diesem Tag zum ersten Mal verwendetes Produkt handelte.


Wir weisen auf die Kantenproblematik mit dünnen Seilen im Gebirge hin, auch wenn die Hersteller die Verwendung im Gebirge explizit erwähnen. Nicht umsonst schreiben die Technischen Leiter und Klassenlehrer in der Bergführerausbildung Seile mit einem Mindestdurchmesser von 9,5 mm vor. Sie wissen warum!