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Der Schnee lässt auf sich warten: trotzdem Vorsicht beim Bergwandern

Datum der Veröffentlichung: 23.12.2016 - Alpine Wanderung

Wie schon in den beiden Vorjahren, ist es auch diesmal im Dezember in den Bergen meist sonnig, mild und trocken. Ausser in den südlichen Walliser Alpen und in den westlichen Tessiner Bergen ist es sonnseitig bis weit über die Waldgrenze hinaus meistens schneefrei und bis über das Jahresende hinaus ist keine wesentliche Änderung in Sicht.
Also anstelle von Ski- oder Schneeschuhtouren die Wanderschuhe schnüren und bei „T-Shirt“-Wetter dem „Unten Grau“ entfliehen und im „Oben Blau“ Bergwanderungen unternehmen? Das ist bei den aktuellen Bedingungen durchaus möglich und sehr lohnend. Allerdings ist es in den Bergen trotzdem Winter. Die Temperaturen sinken nachts je nach Örtlichkeit deutlich in den Frostbereich und bilden auch auf an sich apern Wegen heimtückisch vereiste Stellen. Leider haben sich deshalb in den letzten Tagen und Wochen schon einige Unfälle ereignet.


Bei den aktuellen Verhältnissen erfordern Bergwanderungen um diese Jahreszeit eine sorgfältige Planung und erhöhte Vorsicht unterwegs:
„T-Shirt“-Wetter trifft man je nach Exposition nur ca. zwischen 11 und 15 Uhr an und kurz nach 17 Uhr wird es dunkel.
Einen angemessenen Wärmeschutz und eine Taschenlampe mitzunehmen, ist empfehlenswert.

Vereiste Stellen und harte Schneereste können überraschend auftreten und erhöhen die Ausrutsch- oder Absturzgefahr sehr stark.
Sog. „Schuhkrallen“ oder „Eisgrödel“, die an den Sohlen der Wanderschuhe befestigt werden können, erhöhen die Trittfestigkeit bei vereisten Passagen erheblich (erhältlich in Bergsport-Fachgeschäften). Für anspruchsvollere Unternehmungen, wo auch hartgefrorene Schneefelder zu erwarten sind, können Leichtsteigeisen sehr wertvolle Dienste leisten.

Das Betreuungsteam dieser Website wünscht an dieser Stelle allen Berggängern alles Gute zum Jahreswechsel und weiterhin schöne und unfallfreie Erlebnisse in den Bergen.